Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen und Völlegefühl sind viel verbreiteter als meist angenommen wird. Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen und wiederkehrende Durchfälle stellen für einen Großteil der Betroffenen aber ein höchstsensibeles Thema dar. Wer unterhält sich schon gerne über seine Magen- oder Darmprobleme? Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wer seine Verdauungsbeschwerden denn langfristig behalten will! Insbesondere wenn man sich kaum noch traut, auswärts Essen zu gehen oder überhaupt das Haus zu verlassen, weil die unangenehmen Symptome jederzeit unverhofft auftreten könnten. In vielen Fällen lassen sich die Beschwerdebilder zum Glück gut behandeln!
Verdauungsbeschwerden und Reizdarm/-magen
Häufig leiden die Betroffenen unter wiederkehrenden Symptomen wie Durchfall oder Verstopfung, aufgeblähtem Bauch und Schmerzen oder Druckgefühlen. Bei sämtlichen Arztbesuchen können jedoch keine pathologischen Befunde nachgewiesen werden. Wenn selbst klassische Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie nicht bestehen, lautet die Diagnose schließlich Reizmagen oder -darm. Viele PatientInnen haben den Eindruck, gewisse Nahrungsmittel nicht mehr zu vertragen, können diese aber selten identifizieren, weil die Symptomatik unbeständig in Erscheinung tritt. Oft fürchten die PatietInnen selbst, es sei alles Einbildung. Dies ist jedoch fast nie der Fall!
Auch wenn das Reizdarm- und Reizmagen-Syndrom als Ausschlussdiagnose gelten, bedeutet dies nicht, dass alle Verdauungsbeschwerden auf Einbildung beruhen. In der Medizin bezeichnet der Begriff „Syndrom“ einen Symptomkomplex, wenn eine gewisse Menge von Symptomen zusammenfällt, sodass sie einem bestimmten Krankheitsbild entsprechen. Bei Syndromen handelt es sich daher in erster Linie um Beschwerdebilder, die zwar empirisch gut belegt, aber deren Hintergründe noch nicht eindeutig geklärt sind. Bei vielen Verdauungsbeschwerden sieht die Naturheilkunde schon sehr lange einen Zusammenhang mit dem Mikrobiom des Darms.
Diagnostik und Behandlung des Mikrobioms als Schlüssel
Unter dem Mikrobiom verstehen wir die Gesamtheit der Bakterien und Mikroorganismen, die physiologisch unsere Darmflora bewohnen. Das menschliche Mikrobiom kann großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben, welcher je nach Zusammensetzung positiv oder negativ ausfallen kann. In der Forschung werden viele potentielle Einflussfaktoren auf das Darmmikrobiom diskutiert, dabei gelten
– Ernährung
– Medikamente
– Stress
als einige der größten Elemente der Beeinflussung. Auch wenn wir nicht auf alle Faktoren absolute Kontrolle ausüben können, sind wir dennoch nicht gezwungen, wiederkehrende Verdauungsbeschwerden einfach hinzunehmen. In meiner Praxis hat sich folgendes Vorgehen bewährt:
– Stuhldiagnostik zur Untersuchung der Darmflora
– entsprechende Therapie des Mikrobioms
Während der therapeutischen Begleitung habe ich zudem häufig beobachtet, dass sich bei PatientInnen im Zuge einer Darmsanierung auch Beschwerden gebessert haben, die auf den ersten Blick nicht mit dem Verdauungstrakt im Zusammenhang zu stehen scheinen, wie:
– Hautunreinheiten/Akne
– Kopf-/Gelenkschmerzen
– Histaminintoleranz
– Infektanfälligkeit
– Müdigkeit/Brain Fog
Wenn Sie etwas gegen ihre Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Völlegefühl usw. tun möchten, lassen Sie sich gerne bei mir beraten!