Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur stellt eine Sonderform der Akupunkturtechnik dar. Ihre heute bekannte Anwendung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch den französischen Arzt und Neurologen Paul Nogier entwickelt. Historische Hinweise auf die Nadeltechnik am Ohr zur Behandlung von Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen finden sich aber schon vor Jahrtausenden in China aber auch in Ägypten.

Anders als bei der klassischen Akupunktur entfaltet die Ohrakupunktur ihre Wirkung nicht über das Leitbahn-System der Chinesischen Medizin. Es handelt sich bei der Ohrakupunktur stattdessen um eine Variante der Reflexzonenbehandlung. Die Ohrpunkte reflektieren Übertragungszonen des gesamten Organismus. Mit den entsprechenden Punkten lässt sich Einfluss auf die korrespondierenden Organsysteme und Funktionen des Körpers nehmen. Daher findet diese Variante der Akupunktur bei einer Vielzahl von Beschwerden Anwendung.

Bei der Akupunkturbehandlung über das Ohr achte ich genauso wie bei der Körperakupunktur darauf, dass sich die PatientInnen während der Sitzung wohlfühlen und in entspannter Atmosphäre befinden. Genauso berücksichtige ich bei der Punktauswahl immer die Grundsätze der Chinesischen Diagnostik für eine zielführende Therapie.

Bei der Ohrakupunktur werden sehr feine Nadeln durch die oberste Hautschicht des Ohrs geführt. Durch diese Stimulation der gestörten Punkte stellt der Behandler die Balance des Organismus wieder her. Häufig lässt sich eine stärkere und länger andauernde Wirkung durch das Setzen von Dauernadeln erzielen.