Aminosäuren sind an unzähligen Prozessen des Körpers beteiligt. Als Bausteine von Proteinen sind sie für den Erhalt unserer Körperfunktionen unerlässlich. Neben dem Wachstum und Schutz unserer Muskeln verwendet der Organismus sie auch, um hochfunktionale Substanzen wie Botenstoffe zu synthetisieren. Die Aminosäuren, die unser Körper dafür zwingend benötigt, aber nicht selbst produzieren kann, werden als essentielle Aminosäuren bezeichnet.
Wie können Aminosäureinfusionen unseren Körper unterstützen?
Um unsere Körperfunktionen optimal zu erhalten, sollte immer für eine ausreichende Versorgung mit allen Aminosäuren gesorgt werden. Wie hoch der Bedarf ausfällt, wird auch durch unseren Lebensstil beeinflusst. Sportlich aktive Menschen benötigen bekanntermaßen mehr Proteine für den Muskelerhalt. Dies liegt daran, dass nach dem Trainingsreiz die entstandenen Mikrorisse in der Muskulatur repariert werden müssen. Tatsächlich würden wir durch häufiges oder intensives Training bei gleichzeitig unzureichender Proteinversorgung die Muskelmasse sogar schädigen. Hierbei ist weniger wichtig, ob vor oder nach dem Training Proteine zugeführt werden. Entscheidend ist, dass der Körper immer genug Material besitzt, auf das er zurückgreifen kann.
Aber auch mit zunehmendem Alter neigen wir dazu, Proteine aus der Nahrung schlechter aufzunehmen und deshalb schneller Muskelmasse zu verlieren. Wenn der Körper nicht adäquat mit Aminosäuren versorgt ist, stellt er diese selbst durch den Abbau von Muskeln bereit, um lebenserhaltende Funktionen zu sichern. Ähnliche Prozesse finden ebenfalls statt, wenn wir unseren Körper generell nicht ausreichend mit Nahrungsenergie versorgen. Aminosäureinfusionen können eine sinvolle Maßnahme darstellen, uns vor einem Mangel zu schützen bzw. einen bestehenden gezielt auszugleichen.
Wann benötigen wir Aminosäuren?
Im Grunde genommen benötigen wir permanent Aminosäuren. In der Regel erhält der Organismus über eine ausgewogene Ernährung insbesondere die essentiellen Aminosäuren. Unter Umständen kann unser Bedarf jedoch höher sein, als wir tatsächlich über die Nahrung aufnehmen. So kann beispielsweise unser Appetit durch Training oder ein Infektionsgeschehen gedämpft sein. Gleichzeitig kann in Trainings- oder Heilungsphasen der Verbrauch deutlich erhöht sein. Folgende Situationen können Anzeichen einer latenten Unterversorgung mit Aminosäuren sein:
– schnelle Ermüdung bei körperlicher Anstregung trotz regelmäßigen Trainings
– Schwankungen in Appetit / Sättigungsgefühl
– Konzentrationsprobleme / Brain Fog
– unerholsamer Schlaf, Müdigkeit
– dünnes oder stumpfes Haar
Ob Infusionen mit Aminosäuren sinnvoll sind, sollte immer von einem geschulten Therapeuten festgestellt werden.