Schmerztherapie individuell und ganzheitlich gestalten

HWS-Syndrom, Frozen-Shoulder, Impingement-Syndrom, Myogellose der Nackenmuskulatur und co. Es existiert eine Vielzahl von Diagnosen, die ganze Kataloge füllen kann. Allen gemeinsam ist aber, dass sie den Patienten mit Schmerzen plagen und die Bewegungsabläufe einschränken. Aus naturheilkundlicher Sicht sollte eine Schmerztherapie individuell und ganzheitlich konzipiert sein. Deshalb kann es sein, dass ein und dasselbe Therapieverfahren auch bei Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen zum Einsatz kommt.

Umgekehrt kann dieselbe Diagnose aus naturheilkundlicher Sicht vielfältige Entstehungsprozesse enthalten. Daher kommt es in meiner Praxis häufig dazu, dass ich Patienten mit der gleichen Diagnose mit unterschiedlichen Methoden behandele. Je nachdem, welche Prozesse bei den entsprechenden Patienten im Vordergrund stehen, passe ich die Schmerztherapie individuell und ganzheitlich an.

Ein Beispiel dafür stellt die Arthrose dar. Bei arthrotischen Prozessen kommt es zu einer Abnutzung und Schädigung der Gelenkknorpel. Je nach Stärkegrad der Abnutzung wird die Arthrose in Stadien von 1 bis 4 eingeteilt. Jedoch zeigt meine Erfahrung, dass der Arthrosegrad und die Schmerzintensität nicht unmittelbar zusammenhängen. So zeigen Patienten mit Grad 1 teilweise stärkste Schmerzen, weil eine massive Muskelverspannung um das betroffene Gelenk vorliegt. Hier muss die Schmerztherapie individuell und ganzheitlich angepasst werden, sodass die Behandlung der muskulären Beteiligung priorisiert sein muss.

Schlussendlich ist gerade bei der Behandlung von Schmerzen nicht allein die diagnostische Bezeichnung ausschlaggebend für die Therapie. Der Patient muss entsprechend der vorliegenden Prozesse behandelt werden.